Joachim Losehand

Grüner Bezirksrat in Mariahilf

Portrait von Bezirksrat Joachim Losehand

Joachim Losehand ist Bezirksrat der Grünen in Mariahilf. Er setzt sich leidenschaftlich für bessere Chancen für aufstrebende und etablierte Kunstler:innen ein.

Warum bist du in
die Politik gegangen?

Meine Leidenschaft gilt der Kunst. Und gerade hier in Mariahilf gibt es davon reichlich. Immerhin ist Mariahilf einer der traditionellen Kunst- und Kulturbezirke Wiens.

Bei uns sind Institutionen wie das Theater an der Wien, das Raimund-Theater, das Semperdepot, sowie viele Ateliers, Kleinkunstbühnen und Galerien beheimatet.

Leider gibt es in der Kunst- und Kulturszene Wiens einige weitreichende Probleme. Teilweise sind diese tief strukturell verankert und nur schwer aufzulösen. Diese reichen von undenkbar schlechten Arbeitsbedingungen, unfairer Bezahlung und mangelhafter Altersvorsorge, bis hin zur Armutsgefährdung und Existenzängsten.

Bisher wurden im Bezirk Förderungen nach dem Gießkannen-Prinzip vergeben, um diesen Problemen minimalst entgegen zu wirken. Dabei gilt natürlich das Prinzip: Wer zuerst kommt, malt zuerst. Und wer wen kennt, steigt nochmal besser aus. Als ich das realisierte, dachte ich, das kann doch nicht euer Ernst sein. Und so habe ich den Weg in die Politik gefunden.

Was sind deine Persönlichen Ziele?

Ich verfolge das Ziel, mehr Räume für Kunst zu schaffen. Damit sollen Kunst und Kultur leichter zugänglich werden. Konkret setzen wir uns für mehr Diskursräume ein. Das sind Orte an denen die Öffentlichkeit auf Kunst treffen kann.

Diese Diskursräume können Theater, Konzerte, Vernissagen, Lesungen und vieles mehr sein. Andererseits braucht es aber auch ganz konkrete physische Räume. Wie etwa Studios, Ateliers und Werkstätten, in denen neue Kunst entsteht.

​In diesem Sinne sind die Ermöglichung nachhaltiger Kunstproduktionen und die Förderung öffentlichkeitswirksamer Kunstpräsentationen die beiden wichtigsten Standbeine Grüner Kulturpolitik im Bezirk.

Denn Grüne Kulturpolitik heißt nicht Gießkannen-Prinzip oder Kultur-Bürokratismus. Kulturpolitik erschöpft sich nicht in der Erledigung von Förderansuchen und der Verwaltung von Fördermitteln.

Stattdessen braucht es auch in Mariahilf Fair-Pay für Kunstschaffende, echte Transparenz in der Fördervergabe sowie mehr Raum für Kunst und Kultur.

BIOGRAFIE von
Joachim losehand

  • Geboren 1969 in München
  • Lebt in Wien seit 1991
  • Studium Altertumswissenschaften und Kanonisches Recht
  • Beruflich im wissenschaftlichen Bereich tätig​​
  • Bezirksrat der NEOS von 2015-2016
  • Klubunabhängiger Bezirksrat von 2016-2020
  • Bezirksrat der Grünen seit 2020

Themen-schwerpunkte

  • Kunst, Kultur & Medien
  • Denkmalschutz
  • Gestaltung des öffentlichen Raums
  • Erinnerungskultur​​​

Unzumutbare Arbeitsbedingungen und Existenzängste stehen für Künstler und Künstlerinnen​ an der Tagesordnung.
Wir wollen das ändern!“
Joachim Losehand

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